Rund um den Müggelsee

Eine Wanderung mit Bootsfahrt

Diese Wanderung verbindet die attraktive Bölschestraße in Friedrichshagen mit ihren vielfältigen Läden und einladenden Cafés und Restaurants mit dem naturnahen Weg rund um den Großen Müggelsee.

Los geht es am S-Bahnhof Friedrichshagen, wo auch gleich die Bölschestraße beginnt. Preußenkönig Friedrich II. ließ 1753 das Kolonistendorf am Rand des Müggelsee anlegen und siedelte hier 100 Familien von Baumwollspinnern aus Schlesien und Böhmen an. Noch heute sind einige der kleinen Kolonistenhäuser an der Bölschestraße zu sehen. Gleich daneben stehen prunkvolle Villen und mehrgeschossige Wohnhäuser. Auf dem Marktplatz haben die Einwohner dem Gründer ihres Ortsteils ein Denkmal gesetzt, das seit 2003 wieder an seinem Platz steht.

Nach 1,3 Kilometer haben wir die Kreuzung Bölschestraße / Müggelseedamm erreicht. Nach wenigen Metern links auf dem Müggelseedamm, biegen wir in die Josef-Nawrocki-Straße ab. Von ihr aus geht nach rund 300 Metern der Weg zum Spreetunnel ab. Das 1928 eröffnete, 120 Meter lange Bauwerk verbindet 8 Meter unter der Spree Friedrichshagen mit der Kämmereiheide. Auf der anderen Seite wenden wir uns nun dem Ufer des Müggelsees zu. Durch das Schilf ist immer wieder ein Blick auf die 4,7 Quadratkilometer umfassende Wasserfläche von Berlins größtem See möglich. Nach knapp drei Kilometern erreichen wir den Biergarten der Gaststätte Rübezahl. Wer genug Puste hat, kann von hier aus einen ein Kilometer langen Anstieg am Teufelssee vorbei zum Müggelturm machen.

Weiter am Ufer des Sees entlang kommen wir am Hotel Müggelsee vorbei. Hier legen auch Fahrgastschiffe der Stern und Kreisschifffahrt an. Nach weiteren vier Kilometern kommt die Gaststätte Neu Helgoland mit ihrem am Wasser gelegenen Biergarten in Sicht. Von hier aus bringt uns ein Fährschiff der Linie F23 direkt zum ehemaligen Fischerdorf Rahnsdorf. Bereits 1375 wurde eine Ansiedlung im Landbuch Kaiser Karl IV. erwähnt. Nach einem Brand 1872 wurde das kleine Dorf wieder aufgebaut.  Hier legt auch Berlins einzige Ruderfähre an, die ihre Fahrgäste hinüber zu dem Spreewiesen bringt. Wir aber wandern die Dorfstraße an der kleinen Kirche und den niedrigen Fischerhäusern entlang und laufen den anschließenden Mühlenweg bis zu seiner Einmündung in den Fürstenwalder Damm. Er bringt uns am Nordufer des Müggelsees zurück nach Friedrichshagen. Dabei kommen wir am wieder geöffneten Strandbad Müggelsee und dem alten Wasserwerk vorbei. Hier entstand Ende des 19. Jahrhunderts ein großes Werk mit Pumpen- Filter und Wohnhäusern im englischen Landhausstil. Leider bieten die Berliner Wasserbetriebe zurzeit keine Führungen an. Geöffnet dagegen hat das Seebad Friedrichshagen am Müggelseedamm 216. Hier erwartet von Donnerstag bis Sonntag auch der Sommergarten seine Gäste, in dem sonntags sogar der Grill angefeuert wird. Nach weiteren 1,5 Kilometern sind wir zurück am Ausgangspunkt unserer Wanderung, dem S-Bahnhof Friedrichshagen, angekommen.