Das große Tischerücken

Gastronomen bereiten sich auf die Wiedereröffnung vor

Jaspreet Marie-Sophie Wolf misst mit dem Zollstock noch einmal den Abstand von zwei Tischen auf der Terrasse nach. Die Mitarbeiterin der Ausflugsgaststätte Mutter Lustig  prüft, ob der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Zwei Meter. Passt! Wie hier am Frauentog in Köpenick fand in diesen Tagen in fast allen Restaurants und Cafés das große Tischerücken statt. Schutzwände aus Plexiglas wurden aufgehängt, Markierungen am Boden angebracht, Einweg-Servietten und Papiertischunterlagen bereitgelegt. Denn, nur wer sich an die aktuellen Hygien-Regeln hält, darf ab Freitag, dem 15. Mai, wieder Gäste empfangen. “Wir haben im Gastraum jetzt nur noch vier statt wie bisher zehn Tische”, sagt Restaurantleiterin Kathrin Jahr. Dafür sei aber auf der Terrasse noch genügend Platz, um dort die Tischanzahl aufgrund der Abstandsregeln nicht reduzieren zu müssen. Geöffnet ist von Montag bis Freitag ab 11 Uhr, am Wochenende gibt es Frühstück ab 9 Uhr. Wie alle Restaurantbetriebe muss auch Mutter Lustig spätestens um 22 Uhr schließen. Weiterhin können Kunden ihr Essen zum Mitnehmen auf der Webseite von Mutter Lustig bestellen.

Wesentlich schwerer haben es da solche Restaurants wie der Ratskeller in Köpenick, die nur über einen beschränkten Gastraum verfügen. Daher werden die Gäste gebeten unter,  verkauf@ratskeller-koepenick.de einen Platz zu reservieren. Das erleichtert den Gastronomen auch sicher zu stellen, wie vorgeschrieben im Infektionsfall, die Namen der zu dieser Zeit anwesenden Gäste dem Gesundheitsamt mitteilen zu können.

Trotz Einschränkungen und Hygiene-Auflagen, die meisten Gastronomen sind froh, nach fast acht Wochen Zwangspause endlich wieder Gäste empfangen zu dürfen.