Bis zu 14.000 Euro für Selbständige

IBB zahlt Soforthilfe für Kleinunternehmer und Soloselbständige

Die Investitionsbank Berlin IBB informierte heute Vormittag in einer 90-minütigen Telefonschalte über Fördermöglichkeiten für Unternehmen und Soloselbständige, die durch die Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind.

Grundsätzlich unterschieden wird zwischen Liquiditätshilfen und Soforthilfen:

  • Liquiditätshilfen werden als Kredite (auch zinsfrei) ausgezahlt und müssen zurückgezahlt werden
  • Soforthilfen sind  einmalige Geldspritzen, die nicht verzinst werden. Die Soforthilfen 2 müssen nicht zurückgezahlt werden.

Soforthilfen 2

Die Soforthilfen 2 sind für Kleinunternehmer mit bis zu fünf Angestellten und für Soloselbständige sowie Freiberufler gedacht. Sie werden vom Land Berlin und eine weitere vom Bund bereitgestellt. Für Unternehmen bis fünf Beschäftigte beträgt die Höchstförderung 5.000 EUR aus Landesmitteln sowie weitere bis zu 9.000 EUR aus Bundesmitteln. Für Unternehmen bis zehn Beschäftigte bis zu 15.000 EUR aus Bundesmitteln. Landes- und Bundesmittel können gleichzeitig beantragt werden, schließen sich also gegenseitig nicht aus. Die Beträge aus der Soforthilfe aus Bundesmitteln können nur für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä. beantragt werden.

Achtung: Die Anträge auf Soforthilfe können ab Freitag, den 27. März 2020, nur online auf der Seite der IBB beantragt werden. Ein schriftlicher Antrag ist nicht möglich. Bitte Adresse des Unternehmens, Personalausweis, Steuernummer, IBAN des Betriebskontos bereithalten. Online muss noch eine Erklärung zur Verwendung der Gelder ausgefüllt werden. Laut Aussage der IBB soll das Geld rund eine Woche nach einem erfolgreich gestellten Antrag ausgezahlt werden.

Aufgrund des zu erwartenden hohen Andrangs sollten für die Online-Antragstellung bitte auch die Zeiten in den Nachtstunden genutzt werden.

 

Soforthilfe 1 als zinsloses Darlehen

Alle Unternehmen ohne Insolvenzantragspflicht, die nicht mehr als 249 Angestellte haben, können bis zu 500.000 Euro als zinsloses Darlehen mit einer Laufzeit von zwei Jahren bei der IBB beantragen. Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an Unternehmen im Bereich Einzelhandel, Gastronomie, Beherbergung oder Clubs. Das Geld muss vollständig, aber zinslos nach zwei Jahren in einer Summe zurückgezahlt werden. Ratenzahlungen sind nicht vorgesehen. Der Darlehnsnehmer muss eine selbstschuldnerische Bürgschaft unterschreiben, er haftet aber nach Aussage der IBB nicht mit Immobilien oder Aktienvermögen.

Mit Zinsen von 4 Prozent können Darlehn mit einer Gesamtsumme von bis zu 2,5 Millionen Euro ebenfalls bei der IBB beantragt werden. Hier wird aber vonseiten der Bundesregierung in der kommenden Zeit eine Absenkung des Zinssatzes angestrebt.

Unternehmen, die die Soforthilfe 1 beantragen, müssen nachweisen, dass sie vor der Corona-Krise wirtschaftlich erfolgreich waren.

Anträge können bereits seit Montag, 23. März 2020, bei der IBB nur online gestellt werden. Auch hier gilt, dass die Antragsteller, wenn möglich die späten Abend- oder Nachtstunden zur Antragstellung nutzen sollten. Unternehmen können in einer Checkliste sehen, welche Dokumente für die Antragstellung benötigt werden: www.ibb.de

Nach Aussage der IBB sollen erfolgreich gestellte Anträge innerhalb einer Woche bearbeitet werden.

Corona-Hilfen der IBB